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11.09.2017, 11:02 Uhr

Fokus auf Mehrkindfamilien rechnet sich

 

Prof. Dr. Axel Plünnecke (IW Köln), Dr. Elisabeth Müller (KFRD), Florian (KRFD) (von links)
Wer sind die Mehrkindfamilien und welchen Mehrwert schaffen sie für unsere Gesellschaft? Dieser Frage widmet sich ein Gutachten des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln), das im Auftrag des Verbands kinderreichen Familien Deutschland e.V. (KRFD) erstellt wurde. Die Studie, die ich in ihrem Entstehungsprozess begleitet habe, ist diese Woche in Berlin vorgestellt worden. Das Thema Mehrkindfamilien war ein Schwerpunkt meiner Arbeit der letzten vier Jahre im Deutschen Bundestag. 
 
Unter dem Titel  „Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Mehrkindfamilien in Deutschland“ wird erstmalig im Rahmen von Musterberechnungen der ökonomische Mehrwert von Mehrkindfamilien beziffert: Bekommt eine Familie mit zwei Kindern, mittlerem Einkommen und mittlerem Lebenslauf der Mutter ein drittes Kind mit mittlerem Bildungsstand, ergibt sich ein positiver gesamtfiskalischer Wert in Höhe von 58.700 Euro. Erreicht es sogar einen hohen Bildungsabschluss liegt der Wert bei 448.500 Euro. 
 
Das Gutachten betrachtet ferner, welche Faktoren die Entscheidung zu dritten und weiteren Kindern begünstigen oder hemmen. Positiv wirkt sich insbesondere aus, wenn Familien früh ihre ersten und zweiten Kinder bekommen haben. Schließlich belegt das Gutachten auch eine weitere gesellschaftliche Zukunftsperspektive: Junge Menschen aus Mehrkindfamilien entscheiden sich substanziell häufiger für dritte und weitere Kinder als Einzelkinder.
 

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