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11.09.2017, 11:08 Uhr

Verrohung der Sitten im Wahlkampf

 

Im Wahlkampf geht es mitunter schon mal etwas ruppiger zu. Doch was sich jetzt bei den Auftritten von Bundeskanzlerin Angela Merkel abspielt, das hat eine neue Qualität. Dauerhafte Störungen mit Trillerpfeifen wie in Torgau, Finsterwalde, Brandenburg an der Havel und anderen Städten offenbaren ein mehr als gestörtes Verhältnis zur Demokratie. Was sich dieser neue rechte Block aus rechtspopulistischer AfD, rechtsradikaler NPD und rechtsintellektueller Identitärer Bewegung hier leistet, weckt böse Erinnerungen an den Umgang mit Andersdenkenden im letzten Jahrhundert.
 
Das sind Menschen, die nicht miteinander reden wollen, die mit Krawall, Hass und dem Fehlen jeglicher Achtung für andere Menschen und Meinungen chaotisch und zerstörerisch auf Gemeinschaft reagieren. Damit stellen sie sich selbst ihr Zeugnis aus. Und jeder Wähler muss sich fragen, ob er mit solchen Menschen tatsächlich Zukunft bauen kann.
 

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