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19.12.2017, 09:58 Uhr

Weimar verleiht Menschenrechtspreis an Ilham Tothi

 

Dr. Annegret Nickel-Gemmeke, Ulrich Delius, OB Stefan Wolf, Gundula Gause, Margarete Bause, MdB, Enver Canvon (von links)
Am vergangenen Sonntag, am Tag der Internationalen Menschenrechte, hatte ich die Ehre an der Menschenrechtspreisverleihung der Stadt Weimar teilzunehmen. Mit dem Menschenrechtspreis wurde der inhaftierte uigurische Bürgerrechtler und Wirtschaftswissenschaftler Ilham Tothi ausgezeichnet. Tothi konnte den Preis leider nicht persönlich entgegen nehmen. Im Jahr 2014 wurde er unter dem Vorwurf des Separatismus von der chinesischen Regierung zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt. Das harte Urteil wurde von vielen internationalen Menschenrechtsorganisationen scharf kritisiert. 
Vor seiner Inhaftierung hatte sich Tothi für die weitgehend muslimische Volksgruppe der Uiguren in der chinesischen Provinz Xinjiang eingesetzt. Die autonome Region gilt seit längerem als eine sehr angespannte Gegend. Tothi, Vater von drei Kindern, wurde 1969 in Xinjiang geboren. Er machte sich öffentlich für ein gleichberechtigtes und friedliches Miteinander der unterschiedlichen Völkergruppen, den Uiguren und den Han-Chinesen, die im restlichen Land die Bevölkerungsmehrheit bilden, stark.  
 

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