Martin Patzelt (MdB)
Besuchen Sie uns auf http://www.martin-patzelt.de

DRUCK STARTEN


Neuigkeiten
18.05.2020, 09:28 Uhr
Covid 19-Pandemie belegt Notwendigkeit globalen Handelns
 
Am 12.03.2020 erklärte die (WHO) den Covid-19-Ausbruch zur Pandemie. Die globale Ausbreitung der Covid19 Pandemie provoziert den Vergleich, wie sich die Pandemie in anderen Ländern auf unserer Erde entwickelt und welche Bewältigungsstrategien die Regierungen betroffener Länder suchen und daraus Erkenntnisse für das eigene politische Handeln finden.
 
Eine permanente kritische Betrachtung auch der eigenen Maßnahmen ist unerlässlich, weil wir ein lernendes System sein müssen. Erst die Freiheit des Denkens, der Wissenschaft, der Bewegung, der wirtschaftlichen Betätigung, die Freiheit der Medien, zum politischen Diskurs und auch zur Demonstration ermöglichen eine optimale Entwicklung der Gesellschaft. Die Bewältigung der Bedrohung durch den Covid-19 Virus zeigen auf, wie gefährlich das Zurückhalten von relevanten Informationen oder deren Manipulation sind und wie Transparenz und nachvollziehbare Begründungen Menschen motivieren können. Wir lernen an Covid-19, wie sehr alle Betroffenen Länder dieser Erde auf zweckdienliche, wahrhaftige Informationen und einen ehrlichen Dialog untereinander und mit ihrer Bevölkerung angewiesen sind. Wir stellen fest, wie sehr eine strategische Zusammenarbeit und Koordination im Rahmen der WHO alternativlos für eine vernetzte, interaktive Schadensbegrenzung sind.
 
Wie wird es wirtschaftlich und sozial in Deutschland und in der Welt weitergehen? Werden wir als Exportnation noch so viel  Mehrwert und Steuereinnahmen generieren, um den gewohnten Lebensstandard annähernd zu erhalten, geschweige denn die Schutzschirme über alle bedrängten und um Hilfe Rufenden halten können? 
 
Zahlen von gestern: 316 Milliarden Steuermindereinnahmen dazu geplante und bereits verfügte Mehrausgaben plus Schulden von bisher ca. 1,8 Billionen Euro müssen refinanziert werden. Deutschland lebt vom Export. Werden unsere Kunden in den durch Pandemie geschwächten Ländern noch Importe unserer hoch veredelten Produkte bezahlen können? 
 
Wir müssen auch die wirtschaftliche Situation in den europäischen Ländern im Blick behalten und ein gemeinschaftliches und im eigenen Interesse auch solidarisches Handeln als notwendig begreifen. 
 
Die Parole, Deutschland zuerst den Deutschen, stimmt faktisch und sachlich nicht mehr. Auf Gedeih  oder Verderb sind wir als Menschheit global aufeinander verwiesen. So ist es richtig, wenn wir als Abgeordnete über unsere nationalen Grenzen hinaus schauen. So z.B. die gestern beschlossene  Ermächtigung des Europäischen Sozialfonds, um die Entwicklungsländer bei der Bewältigung der Folgen der Pandemie konsequent unterstützen. 
 
Neben der ökologischen und wirtschaftlichen Verflochtenheit und Abhängigkeit zeigt uns jetzt auch der Virus, der trotz intensivster Grenzkontrollen alle Grenzen überwindet, wie sehr wir auf gemeinschaftliches Handeln auf unserer Erde verwiesen sind. In der gegebenen Situation begreifen wir einmal mehr - oder endlich -, dass globales Handeln für uns auch in Deutschland zum Erhalt unseres guten Lebens unabdingbar wird.
 
Wir verstehen durch die Pandemie, dass gemeinsames und solidarisches Handeln im globalen Verbund nicht mehr nur ein moralisches Gebot ist, sondern dass dieses für uns zur Existenzfrage wird. Diese Erkenntnis muss unser politisches Handeln bestimmen. Das müssen wir mit all unseren Kräften und Möglichkeiten den Menschen in unserem Lande plausibel machen.