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19.12.2017, 10:06 Uhr

Tausend behinderte Heimkinder entschädigt

 

Bereits tausend ehemalige behinderte Heimkinder haben in diesem Jahr eine Entschädigung für das ihnen zugefügte Unrecht erhalten. Das zuständige Bundessozialministerium hat dafür über zehn Millionen Euro ausgezahlt. Die ehemaligen Heimkinder, die wegen einer Behinderung oder einer psychischen Erkrankung in stationären Einrichtungen oft brutalen Betreuungsmethoden und Misshandlungen ausgesetzt waren, erhalten von der Stiftung zur Entschädigung behinderter Heimkinder eine pauschale Entschädigung in Höhe von 9.000 Euro sowie Rentenersatzleistungen von bis zu 5.000 Euro. Die Stiftung arbeitet seit Jahresbeginn.
 
Laut einer Studie des Bundessozialministeriums könnten von den über 240.000 Menschen, die in einer Einrichtung der Behindertenhilfe und der Psychiatrie untergebracht waren, rund 97.000 Anspruch auf Entschädigung haben. Anspruchsberechtigt ist, wer zwischen 1949 und 1975 in Westdeutschland und wer zwischen 1949 und 1990 in Ostdeutschland in einem solchen Heim untergebracht war. Betroffene können sich an die Hotline 0800/221-22 18 wenden.
 

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