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19.01.2018, 15:08 Uhr

Altersfeststellung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen

 

Eine hitzige Debatte gab es am Freitag um einen Antrag der AfD, der forderte, die Altersfeststellung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen UMF obligatorisch zu machen. Mit ihrem Anliegen stand die rechtspopulistische Partei alleine da. Vor allen Dingen ist der Antrag überflüssig, da die große Koalition bereits 2015 die gesetzliche Möglichkeit zur Altersfeststellung von UMF geschaffen hat.

Es ist allerdings richtig, dass sie nicht von allen Jugendämtern konsequent ausgeschöpft wird. Darum haben CDU, CSU und SPD beschlossen, im Falle einer neuen Großen Koalition das saarländische Modell zum Vorbild zu nehmen. Dort werden alle UMF zunächst in einer Vor-Clearingstelle untergebracht, wobei auch ihre Altersangaben überprüft werden.

Dabei geht es nicht nur darum, Betrugsversuchen entgegenzutreten. Wir müssen immer auch berücksichtigen, dass es sich hier um junge Menschen handelt, die zum Teil unsägliches Leid erfahren haben und die unsere Unterstützung verdienen. Ihnen müssen wir helfen. Der AfD ging es in ihrem Antrag jedoch nur darum. Einmal mehr und pauschal gegen Flüchtlinge zu hetzen.
 

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