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13.11.2018, 10:08 Uhr

Wer folgt auf Merkel im Parteivorsitz?l

 

Nachdem Angela Merkel ihren Verzicht auf eine erneute Kandidatur für den CDU-Vorsitz verkündet hat, gab es Forderungen nach einem Richtungswechsel. Aber wohin? Die Erfolge unserer Politik auf dem Hintergrund weltweit anwachsender Risiken sind nicht zu leugnen. Also genau diese ausgewogene Sachpolitik von Kanzlerin Merkel war uns Deutschen sehr hilfreich, mit deutlicherer Ansage vielleicht, und kein Zulassen unerträglicher sachfremder Querelen wie die von Herrn Seehofer. Diese schaffen Verdruss. Ein Ende mit Schrecken (Entlassung) wäre vielleicht hilfreicher gewesen als ein Schrecken ohne Ende.
 
Ob der frühere Fraktionschef Friedrich Merz ein guter Nachfolger für den Parteivorsitz wäre, wage ich zu bezweifeln. Jetzt einen „Kai aus der Kiste", einen so genannten Konservativen ohne zeitnahe Regierungserfahrung zum Parteivorsitzenden zu wählen, halte ich für ein Risiko. Die Wirtschaft brummt in Deutschland auch ohne Intensivbeziehungen zum Großkapital. Annegret Kramp-Karrenbauer kommt familiär aus der Mitte unserer Gesellschaft. Sie gewann Regierungserfahrung, war erfolgreich und steht gelegentlich im Widerspruch zu Frau Merkel. Weder Egomanie noch überkommene Gesellschaftskonzepte helfen uns wirklich, wenn wir den Herausforderungen der Zukunft begegnen wollen. Dazu brauchen wir Herrn Merz nicht.
 

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