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Neuigkeiten

14.12.2018, 13:49 Uhr

Dritte Geschlechtsbezeichnung: divers

 

Gemäß dem Wunsch der Betroffenen hat der Deutsche Bundestag diese Woche „divers“ als dritte Geschlechtsbezeichnung eingeführt. Wenn ein Kind weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht zugeordnet werden kann, ist künftig die Eintragung mit der Bezeichnung „divers“ im Personenregister möglich. Bislang war lediglich ein Eintrag ohne Geschlechtsangabe erlaubt.
 
Auch kann künftig eine nachträgliche Korrektur des ursprünglichen Eintrags erfolgen. Hierzu ist grundsätzlich eine ärztliche Bescheinigung erforderlich. Allerdings gibt es Ausnahmen. In bestimmten Fällen reicht eine eidesstattliche Erklärung. Zudem können die Betroffenen auch einen neuen Vornamen wählen.
 
Mit dieser Gesetzänderung haben wir einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Oktober 2017 Rechnung getragen. Danach ist auch die geschlechtliche Identität derjenigen geschützt, die sich dauerhaft weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht zuordnen lassen. 
 

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