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Neuigkeiten

15.11.2019, 13:29 Uhr

50 Millionen mehr für die Freiwilligenarbeit

 

Unser beharrliches Eintreten für eine angemessene und sachgerechte Unterstützung aller freiwillig Tätigen hat Erfolg gehabt. In der Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses am Donnerstag (14.11.2019) haben wir es nicht nur erreicht, dass die Mittel für die Freiwilligendienste doch nicht gekürzt, sondern gegenüber der ersten Fassung des Haushalts um 50 Millionen aufgestockt werden. Zweitens werden diese Mittel nunmehr verstetigt, so dass sie auch über das Jahr 2020 zur Verfügung stehen. Das gibt nicht nur den betroffenen Träger-Organisationen Planungssicherheit. Es bedeutet vor allem, dass unsere Gesellschaft weiterhin von dieser so wertvollen Tätigkeit aller Freiwilligen profitieren wird.
 
Erst am Montag (11.11.2019) habe ich zusammen mit meiner Bundestagskollegin Sylvia Pantel aus Nordrhein-Westfalen auf Einladung des Landessportbundes Brandenburg e.V. den Olympiastützpunkt in Frankfurt (Oder) besucht, wo wir uns mit der Tätigkeit der Freiwilligen im Sport  vertraut gemacht haben. Wir haben uns überzeugen können, dass die Freiwilligenprogramme im Sport unentbehrlich sind und eine gute finanzielle Ausstattung benötigen. 
 
Junge talentierte Nachwuchssportler, die mindestens zweimal täglich trainieren müssen, absolvieren parallel einen Freiwilligendienst. Sehr beachtenswert! Wir als Gesetzgeber müssen für gute Voraussetzungen sorgen und vorhandene Schwachstellen beseitigen und z.B. das komplizierte bürokratische Antragsverfahren für den Bundesfreiwilligendienst durch ein einheitliches Bundesportal ersetzen. 
 
In der Bereinigungssitzung haben wir zudem das zivilgesellschaftliche Engagement gestärkt. Dazu gehört auch das Patenschaftsprogramm "Menschen stärken Menschen",  für das wir zusätzlich zehn Millionen Euro bereitstellen. "Demokratie leben!", unser Programm zur Extremismusprävention, erhält zusätzlich acht Millionen Euro, so dass für diesen Bereich insgesamt 115 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Die Mehrgenerationenhäuser werden mit zusätzlich rund 5,5 Millionen Euro gefördert. Insgesamt sind es dann knapp 23 Millionen.
 
Der Ansatz für den Unterhaltsvorschuss für allein erziehende Elternteile wird um 148 Millionen Euro erhöht. Für die Antidiskriminierungsstelle des Bundes werden die Ausgaben auf 1,4 Milliarden Euro angehoben. Damit werden die Mittel für die Prävention und zur Bekämpfung von rassistischer, homophober oder sexueller Belästigung fast verdoppelt.
 
Das jüdische Leben in Deutschland ist uns besonders wichtig. So gehen rund 13 Millionen Euro an Projekte, die das jüdische Leben in unserem Land fördern. Vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse wollen wir das klare Signal aussenden, dass der jüdische Glauben und die jüdische Kultur eine wichtige und lange Tradition in unserem Land haben.
 

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