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06.03.2020, 12:40 Uhr

"Frieden beruht auf Gerechtigkeit und Nächstenliebe"

 

Von links: Isabel Hess-Friemann, Dekan Ulf-Martin Alexander Schmidt, Antonio Nercua Ablon, June Mark Yanez
„Frieden beruht auf Gerechtigkeit und Nächstenliebe“, sagte Bischof Antonio Ablon, den ich am Dienstag (3.3.2020) zu einem Austausch begrüßen durfte. 
 
Ich habe zu Beginn des Jahres 2020 die Patenschaft im Patenschaftsprogramm des Deutschen Bundestages „Parlamentarier schützen Parlamentarier“ für den mit Todesdrohungen verfolgten  philippinischen Bischof Antonio Ablon von der Unabhängigen Philippinischen Kirche (Iglesia Filipina Independiente) übernommen. Der Bischof setzt sich für die Rechte der armen indigenen vertriebenen Lumads in Mindanao ein.
 
Der für zigtausende extralegale Tötungen verantwortliche philippinische Präsident Duterte, der international umstrittene Staatschef, ist in allen Anliegen, die er dem Volk versprach, gescheitert: Armutsbekämpfung, Drogenbekämpfung und Frieden auf Mindanao. Und dennoch bleibt er im Volk populär. Welche Hoffnung gibt es für die Philippinen, wenn Duterte trotz allem in den Umfragen im Jahre 2019 etwa 80 Prozent der philippinischen Bevölkerung hinter sich hatte und es um die Opposition in Asiens ältester Demokratie schlecht bestellt ist? Bei den Halbzeitwahlen auf den Philippinen im letzten Jahr haben Vertraute von Präsident Duterte neun von zwölf Sitzen im Senat gewonnen. Damit hat Duterte nun auch im Oberhaus des Parlaments eine klare Mehrheit.
 
Der Bischof setzt dennoch mit viel Geduld seine Hoffnung in die Opposition, denn es seien Anzeichen für Spaltungen innerhalb der Gefolgschaft des Präsidenten zu erkennen. Trotz der Mehrheitsverhältnisse könnten offizielle Gefolgsleute sich in der Wahl gegen ihn stellen. Sorge macht ihm eher das Anti-Terrorgesetz, das ohne weitere gesetzliche Grundlagen eine Verhaftung und Inhaftierung für drei Monate rechtfertigt. Im Kongress wurden nun mehrere Änderungsanträge zum Antiterrorgesetz von 2007 eingebracht. Die Vorschläge beinhalten eine erweiterte Definition des Begriffs "Terrorismus" und eine Verlängerung der Haft ohne Haftbefehl bei Terrorismusverdacht. Dieses Gesetz verstößt gegen unser Rechtsbewusstsein und gegen das Recht der Unschuldsvermutung.
 
Asyl hat Bischof Antonio Ablon nicht beantragt, plant er auch nicht. Momentan ist er Stipendiat der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte und möchte die Zeit nutzen, hier in Deutschland etwas zu bewirken, indem er seine Geschichte und die Geschichte der Menschen von Mindanao erzählt.
 
Ich habe ihn in meinen Wahlkreis eingeladen und hoffe, dass wir zum Beispiel auch an der Universität Frankfurt (Oder) und dem Oekumenischen Europa-Centrum Frankfurt (Oder) e.V. gemeinsame Veranstaltungen organisieren können. 
 

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