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07.05.2020, 14:37 Uhr

Humanitäre Corona-Hilfen für Millionen Menschen weltweit

 

Der Exekutivdirektor des UN-World Food Programms (WFP), David Beasley, war am Mittwoch (6.5.2020) zu der Videokonferenz des Menschenrechtsausschusses zugeschaltet. Das WFP ist die weltweit größte humanitäre Organisation, die insbesondere Menschenleben in Gebieten, die von Konflikten und  Katastrophen betroffen sind, rettet.
 
Zur Unterstützung von Regierungen und Gesundheitseinrichtungen bei der Eindämmung des COVID-19-Virus hat das WFP seit Ende Januar mehr als 300 Tonnen humanitäre und medizinische Hilfsgüter (Masken, Handschuhe, Beatmungsgeräte, Tests und Thermometer) in 89 Länder verschickt. 
 
Da die Grenzen zur Zeit weltweit geschlossen sind, der normale, kommerzielle Flugverkehr eingestellt ist und der Schiffsverkehr reduziert läuft, gibt es eine enorme Lücke in der Versorgung Millionen Notleidender. Um diese Lücke zu füllen, hat das WFP im April dazu aufgerufen, zunächst 350 Millionen US-Dollar bereitzustellen, um die Logistik für die weltweite humanitäre Hilfe in Gang zu setzen. Beasley lobte Deutschland für seine Zuverlässigkeit in der finanziellen Hilfe und in seiner Stimme für die Versorgung Not leidender Menschen. Diese dürfen wir nicht vergessen.
 
In Corona-Zeiten ist dieses eine besondere Herausforderung, gerade auch in Hotspots, die durch Bürgerkriege - wie in Syrien - geprägt sind. Wegen der weltweiten negativen Entwicklung des Covid-19-Virus wird Afrika insgesamt ein problematisches Feld bleiben.
 
Zur Eindämmung der Pandemie wird die Covid-19-Hilfe vom WFP seit dem 2. Mai 2020 von einem Drehkreuz aus, dem Global Humanitarian Response Hub in Lüttich, in Belgien, gestartet. Die gesamte humanitäre und medizinische Versorgung mit Hilfsgütern und medizinischem Personal zur Eindämmung der Pandemie, insbesondere für arme Gebiete in Afrika, soll mit dieser Logistik besser bewerkstelligt werden. 
 
Vor einer Woche wurden mit einem ersten Flug einer Boeing 747-Frachtmaschine 16 Tonnen Schutzausrüstung für Masken und Handschuhe im Auftrag von UNICEF und dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) für Burkina Faso, Ghana und die Republik Kongo ausgeflogen. Weitere internationale humanitäre Drehkreuze sind neben Lüttich Dubai und Schanghai. Diese werden mit regionalen Drehkreuzen in Dubai, Äthiopien, Ghana, Malaysia, Panama und Südafrika verbunden, wo mit kleineren Flugzeugen regional weiter verteilt wird.
 
Das WFP geht davon aus, dass in den nächsten sechs Wochen Hilfsgüter in 37 Boeing 747-Frachtflugzeugen von China und Malaysia in 130 Länder transportiert werden. Sollte der normale Flugverkehr wieder in Gang gesetzt werden, könnten monatlich bis zu 350 Frachtflüge durchgeführt werden. Hoffen wir, dass wir die Pandemie weiter gut in den Griff bekommen.
 
 

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