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Neuigkeiten

22.09.2020, 11:47 Uhr

Verbesserungen beim Elterngeld

 

68 Prozent der Eltern wünschen sich mehr Zeit für ihre Kinder. Damit das möglich wird, haben wir 2007 das Elterngeld eingeführt und später um ElterngeldPlus und Partnerschaftsbonus ergänzt. Heute können wir voller Stolz darauf verweisen, dass das Elterngeld – nach dem Kindergeld - zur bekanntesten und beliebtesten Familienleistung in Deutschland geworden ist. Fast zwei Millionen Eltern haben im vergangenen Jahr Elterngeld bezogen. Dank des Elterngeldes ist die Zahl der Väter, die sich für ihren Nachwuchs eine Auszeit nehmen, gewaltig angestiegen. Vor Einführung dieser Leistung waren es lediglich drei Prozent. Inzwischen nutzen über 40 Prozent der Väter dieses Angebot. 
 
Nun haben wir weitere Verbesserungen beschlossen. Dazu werden die Teilzeitmöglichkeiten erweitert. So wird während des Elterngeldbezuges und der Elternzeit die zulässige Arbeitszeit von 30 auf 32 Stunden – also vier volle Arbeitstage – angehoben. Der Partnerschaftsbonus kann künftig mit 24-32 Wochenstunden statt wie bisher mit 25-30 Wochenstunden bezogen werden.
 
Neu geschaffen wird der „Frühchenmonat“. Für alle Kinder, die sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin oder früher zur Welt kommen, wird den Eltern ein zusätzlicher Monat Elterngeld gewährt. Nicht zuletzt werden die Verfahren vereinfacht. So müssen Eltern, die während des Elterngeldbezuges in Teilzeit arbeiten, nur im Ausnahmefall nachträglich Nachweise über ihre Arbeitszeit erbringen. Künftig wird grundsätzlich davon ausgegangen, dass die im Antrag angegebenen Stunden nicht überschritten werden.
 
 
Die Kosten für diese zusätzlichen Leistungen werden finanziert, indem  die Einkommensgrenze von bisher 500.000 Euro pro Elternpaar auf 300.000 Euro abgesenkt wird. Damit werden ca. 7.000 Spitzenverdiener künftig nicht mehr in den Genuss des Elterngeldes kommen. Für Alleinerziehende bleibt die Einkommensgrenze bei 250.000 Euro.
 
 
 
 
 

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