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22.09.2020, 11:50 Uhr

Zum Tod des iranischen Ringers Navid Afkari

 

Am Freitag habe ich im Bundestag Stellung genommen zum Tod des iranischen Ringers Navid Afkari. Er ist am vergangenen Samstag hingerichtet worden, nachdem das Mullah-Regime in Teheran ihm mit fingierten Beweisen einen Mord untergeschoben hatte. In Wahrheit ging es den Mullahs dagegen darum, einen unbequemen Regimegegner zu eliminieren. Der im Iran angesehene und sehr bekannten Ringer Afkari hatte nämlich vor zwei Jahren an Protesten gegen die explodierenden Benzin- und Lebensmittelpreise teilgenommen.

Wir dürfen es nicht bei Reden gegen die Machenschaften derartiger Regimes belassen. Wir müssen den Mullahs klar machen, dass wir derartiges Handeln nicht gutheißen. Wir müssen uns nicht beim Shake Hands mit dem iranischen Außenminister Mohammed Dschawad Sarif fotografieren lassen wie Außenminister Heiko Maas auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Wir müssen auch keine Einladung zum Mittagessen durch den iranischen Botschafter annehmen. Ich habe auf eine solche Einladung im letzten Januar einfach Nein gesagt.
 
Eklatante Menschenrechtsverletzungen dürfen nicht relativiert werden. Wenn wir auf derartige Fälle hinweisen, ist das keine Einmischung in innere Angelegenheiten eines andren Staates, sondern das Pochen auf dem Einhalten von internationalem und globalem Recht, das allen Menschen gleichermaßen zusteht. Wir müssen die Stimme sein all derer, die ihrer Freiheit beraubt wurden, die gefoltert und umgebracht wurden, nur weil sie sich für ihre Rechte eingesetzt haben. 
 

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