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06.11.2020, 13:17 Uhr

Islam, USA und Corona

 

Drei Themen haben diese Woche bestimmt. Da ist zum einen der perfide islamistische Terrorakt in Wien, der vier Menschen das Leben gekostet hat. Wie schon bei den Attentaten von Dresden, Paris und Nizza handelte es sich auch in Wien um einen jungen Menschen, der glaubte, unter Berufung auf den Islam Menschen töten zu dürfen. Der Islam selbst ist aber keine menschenverachtende Religion, die Töten unter welchen Umständen auch immer legalisiert. Die Attentate zeigen vor allem, wie wichtig Aufklärungsarbeit und der Blick auf die Geschichte der christlich geprägten Nationen schon in der frühen Jugend und noch besser in der Kindheit ist. Wir müssen schon im frühesten Kindesalter die Entwicklung der dafür wichtigsten Voraussetzungen - Empathie und Toleranz - unterstützen, die Bedeutungen dafür erkennen und nicht allein auf „Aufklärung“ vertrauen.
 
Dann die Wahl in den USA, die dominiert wird von einem noch amtierenden Präsidenten, der alle bisher geltenden demokratischen Spielregeln mit Füßen tritt, so dass man sich Sorgen machen muss, wie es um die Demokratie in den USA bestellt ist. Man kann nur hoffen, dass die Mehrheit der Republikaner sich in dieser Frage genauso konservativ verhält, wie sie das in allen anderen Lebensbereichen so gerne beansprucht.
 
Nicht zuletzt geht es um den Umgang mit der Corona-Pandemie. In diesen Tagen erreichen mich vermehrt Zuschriften von Bürgern, die befürchten, dass mit der Novellierung des Infektionsschutzgesetzes ihre Grundrechte ausgehebelt werden. Das wird nicht geschehen. Wohl aber werden Maßnahmen ergriffen, die dem Wohle aller dienen. Dazu müssen wir Rücksicht auf den anderen, auf die Schwächeren nehmen. Das kann mit vorübergehenden Einschränkungen altgewohnter Freiheiten einhergehen. Doch wenn wir uns z.B. weiterhin mit unseren Freunden und Verwandten treffen wollen, dann müssen wir auch alles dafür tun, dass nicht ausgerechnet sie Opfer der Corona-Pandemie werden. Mit den ständig steigenden Infektionszahlen wächst auch die Gefahr, dass unser Gesundheitssystem nicht mehr alle Schwerkranken versorgen kann und wir mehr Tote zu beklagen haben. Freiheits- und Menschenrechte sind kein individueller Anspruch einzelner. Sie gelten auch immer für den Anderen, den Schwächeren und für das Wohl  der Gemeinschaft, in der wir leben.
 
 Also seien wir vernünftig und denken auch an die anderen. Rücksicht heißt das Gebot der Stunde, damit wir nicht alle schließlich zu Opfern werden.
 

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