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18.12.2020, 13:54 Uhr

Mehr Tempo bei der Digitalisierung

 

Wenn wir die Digitalisierung nicht besser hinbekommen haben, dann deshalb: Weil wir gemütlich aus "Beständen“ leben und nicht auf die Idee gekommen sind, dass wir uns als Land, das vom Innovationsexport lebt, schnellstens "auf die Socken" machen müssen - siehe Estland, Korea, etc. Weil wir Angst vor dem Unbekannten, vor Risiken und vor Abenteuern haben und nicht wie Kinder lernen wollen. Weil Deutschland sich noch immer als Weltmeister fühlt, obwohl unsere beste Zeit schon vorbei ist. Wir haben Angst vor der Blamage.
 
Wenn wir die Notwendigkeit dafür nicht begreifen, die mein Fraktionskollege Norbert Röttgen immer neu fast heraus schreit, können wir uns hinten anstellen oder betteln gehen. Für unsere Enkel wird unser heutiger Lebensstandard die Erinnerung an bessere Zeiten bleiben, als die Exportnation Deutschland noch etwas zum Exportieren hatte.
 
In Deutschland ruft man immer lauter nach der dringend notwendigen  Digitalisierung. Richtig so! Wir sind im Bummelzug und müssen unser Zuspätkommen vielleicht teuer bezahlen. Aber wenn wir tatsächlich aufholen wollen - und das müssen wir -, sollten wir die Ursachen dieser Verzögerungen in den Blick nehmen und dort die Beschleunigung ansetzen. Zumeist wird von der Politik mit den Symptomen argumentiert wie fehlende Endgeräte, fehlende Datenleitungen, zögerliche Umsetzung von Gesetzesverordnungen, Förderprogramme u.a.m.
 
Aber wenn wir es wirklich gewollt hätten, wären diese Barrikaden lange überwunden. Norbert Röttgen hat in der Kandidatenrunde zum CDU-Vorsitz nachdrücklich betont, dass wir uns hier uns  schnellstens bewegen müssen. Aber da winken die "Alten" müde ab: Ihr mit euer Digitalisierung, wir wollen menschliche Kontakte nicht vermissen, weil die virtuellen Welten ihnen Angst machen, weil sie unter Lern- und Veränderungsdruck geraten. Das muss sich ändern.
 
 

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