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Neuigkeiten

29.01.2021, 13:46 Uhr

Besserer Schutz für Kinder und Jugendliche

 

In erster Lesung haben wir am Freitag (29.1.2021) die Reform des Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes (KJSG) beraten. Mit dem Gesetz sollen die rechtlichen Grundlagen der Kinder- und Jugendhilfe weiterentwickelt und damit Kinder vor Gefährdungen besser geschützt sowie Familien gestärkt werden. 
 
U.a. wird die Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren im Kinder- und Jugendschutz intensiviert. Das modernisierte Gesetz regelt die Mitverantwortung der gesetzlichen Krankenversicherung und verbessert die Kooperation zwischen Ärztinnen und Ärzten sowie Angehörigen anderer Heilberufe und dem Jugendamt. Auch das Zusammenwirken von Jugendamt und Jugendgericht, Familiengericht und Strafverfolgungsbehörden sowie anderen bedeutenden Akteuren im Kinderschutz, etwa Lehrerinnen und Lehrern, wird neu festgelegt. 
 
Festgeschrieben wird der Anspruch auf Beratung und Förderung. Auch Kinder und Jugendliche sollen einen Beratungsanspruch durch das Jugendamt erhalten. 
 
Eltern haben künftig bei Hilfen außerhalb der eigenen Familie einen Rechtsanspruch auf Beratung, Unterstützung und Förderung ihrer Beziehung zum Kind. Gewachsene Bindungen und Beziehungen von Pflegekindern sollen gestärkt werden, indem die Möglichkeiten des Familiengerichts erweitert werden. Künftig soll der Verbleib eines Kindes in seiner Pflegefamilie als dauerhafte Maßnahme angeordnet werden können, wenn dies zum Schutz und Wohl des Kindes erforderlich ist.  
 
Kinder und Jugendliche sollen einen uneingeschränkten Anspruch auf Beratung durch die Kinder- und Jugendhilfe erhalten. Darüber hinaus ist geplant, Ombudsstellen gesetzlich zu verankern, um die Beteiligung junger Menschen und ihrer Eltern zu stärken. 
 

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