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29.01.2021, 14:13 Uhr

Chance für die Suche nach eine helfenden und friedlichen Zusammenleben

 

Wieder haben wir eine Sitzungswoche unter Pandemiebedingungen hinter uns. Das macht alles wenig Spaß, die vielen Sitzungen am Bildschirm (z.B. Fraktionssitzungen mit über 280 Teilnehmern) mit immer wieder auftretenden technischen Problemen. Verständigung mit dem reinen Wort, ohne nonverbale Sprachsignale, nerven und lassen physische Nähe zu den Kollegen ebenso vermissen wie die vielen kleinen Randgespräche, in denen wir unsere Meinungen austauschen, uns auch unter vier oder sechs Augen und Ohren abstimmen und nicht zuletzt ein wenig persönlich austauschen konnten. Abgesehen von diesen Beschwerlichkeiten bringt die Pandemie für viele noch viel ärgere Beeinträchtigungen wie schwere Krankheit oder gar den Tod.  
 
Diese Pandemie wird auch zu einem riesigen TÜV  unseres Zusammenlebens, unserer gewohnten Ordnungen und Beziehungen. Neben der Hoffnung, dass wir in Deutschland im Spätsommer halbwegs die schlimmsten Gefährdungen in „den Griff“ bekommen, dass wir wieder ein halbwegs normales Leben führen können, unsere Kinder wieder lernen, unsere älteren Menschen wieder hoffen und so sehr gewünschte Kontakte haben dürfen, könnten wir auch viel aus dieser schweren Zeit an Erfahrungen mitnehmen in die Zukunft. Wir könnten manches bewusster, anders, optimaler leben, auf Vordergründiges, Überflüssiges, Gefährliches verzichten lernen und das wesentliche Glück unseres Lebens, ein gutes, helfendes, friedliches Zusammenleben, suchen.
 
Viele Gesetze, die wir in diesen letzten Monaten und Wochen verabschiedet haben, dienen genau diesem Ziel: Das Leben von alten und schwächeren Menschen schützen, wirtschaftliche Existenzen  vor dem Absturz bewahren, hilfreiche Provisorien für diese Katastrophenzeit rechtlich sichern u.a.m. 
 
Dies alles ist nur durch eine außerordentliche und große Solidarleistung in unserer Gesellschaft möglich. Milliarden Euro fließen in Hilfsprogramme. Eltern, Lehrer, Pflegekräfte müssen weit über ihre  Anforderungen hinaus wachsen. Gesundheits- und Ordnungsämter kennen häufig keine geregelten Arbeitszeiten mehr. Unsere Polizei erlebt Anfeindungen und ungewohnte Herausforderungen und, und, und.
 
Ja, wir alle sollten einander danken, dass wir in dieser Notlage Ausdauer, Verzicht und Hoffnung auf einen guten Ausgang, die Überwindung der schrecklichen Corona-Pandemie erleben. Ja, es werden von vielen, die sich darum bemühen, auch von Politikern, vielleicht die einen oder anderen Fehler gemacht.  Wer handelt, macht auch Fehler, und später wissen wir es zumeist und hoffentlich alles besser. 
 

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