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12.02.2021, 13:49 Uhr

Einsamkeit ist eine wachsende Herausforderung

 

Nicht zuletzt die Corona-Pandemie macht das Thema Einsamkeit zu einer wachsenden Herausforderung. Die Pandemie hat die Brisanz der Problematik erheblich verschärft, weshalb wir als CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag uns für eine nationale Strategie aussprechen. Ein entsprechendes Konzept haben wir in dieser Woche beschlossen.
 
Einsamkeit war auch schon vor Corona ein Thema. Sie ist die Folge der großen strukturellen Veränderungen unserer Gesellschaft. Stichworte: Urbanisierung, Mobilität, Digitalisierung,  Überalterung. Es gibt mehr Singles. Mehr Paare trennen sich. Und bei immer mehr Menschen ist der Computer der erste Ansprechpartner. Das hat zu einer Abnahme fester Beziehungen geführt.
 
Betroffen sind nicht nur ältere Menschen, die ihren Lebenspartner verloren haben, sondern auch Jüngere wie aktuell z.B. Studenten. Das führt zu gesundheitlichen Folgen wie Stress, Angsterscheinungen, Depression oder Demenz. Auch weisen einsame Menschen eine höhere Anfälligkeit für Infektionen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf. Darum gehen sie häufiger zum Arzt und werden schneller zum Pflegefall.
 
In unserem Konzept „Gemeinsam gegen Einsamkeit“ schlagen wir darum die Einrichtung einer oder eines Einsamkeitsbeauftragten der Bundesregierung vor, die bzw. der als zentraler AnsprechpartnerIn die Umsetzung alle Strategien gegen Einsamkeit koordinieren soll. Wir brauchen einen nationalen Aktionsplan, der konkrete Ziele definiert. Das könnte z.B. die Förderung von Mittagstischangeboten für Seniorinnen und Senioren in den Kommunen sein.
 

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