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26.02.2021, 14:10 Uhr

1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

 

Seit 1.700 Jahren gibt es nachweislich jüdisches Leben in Deutschland. Es ist eigentlich ein Wunder, dass nach der industriell betriebenen Vernichtungsmaschinerie der Nazi-Diktatur noch Menschen jüdischen Glaubens in unserem Land leben. Es zeigt aber auch, dass wir nach dem Holocaust vieles richtig gemacht haben, um das Zusammenleben in unserem Land neu zu ermöglichen. Unser Land ist in erster Linie christlich geprägt. Doch auch das Judentum hat im verlaufe der Jahrhunderte seine Spuren hinterlassen. In den letzten Jahren ist der Islam hinzugekommen. 
 
Leider hat der Antisemitismus, der laut Umfragen schon seit Jahrzehnten bei ca. 25 Prozent liegt, in den letzten Jahren auch in der öffentlichen Darstellung und Wahrnehmung stark zugenommen. Dieser – vor allem im digitalen Raum - immer hemmungsloser zur Schau getragenen Antisemitismus und sich häufenden rechtsextremen Provokationen müssen wir energisch entgegen treten. 
 
Es ist hilfreich, dass die Bundesregierung ihre Ausgaben für Programme gegen alle Formen von Extremismus in den kommenden Jahren auf bald einmal 200 Millionen Euro verdoppelt. Doch diese Programme allein reichen nicht aus. Aber wir sind auch alle ganz persönlich gefordert, uns diesen menschenverachtenden Einstellungen entgegen zu stellen. Denn wir müssen froh und dankbar sein, dass uns die Aussöhnung mit den Juden in unserem Land gelungen ist und so ein Nebeneinander von Opfervolk und Tätervolk möglich geworden ist. 
 

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