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Neuigkeiten

30.03.2021, 10:12 Uhr

Ehrenamtsstiftung gibt Vollgas

 

Vor gut einem Jahr wurde die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt gegründet. War ich doch anfangs skeptisch, ob die Bundesmittel für die vielen Vereine und freiwilligen Engagierten gut angelegt sind, bin ich nach der letzten Anhörung im Unterausschuss Bürgerschaftliches Engagement voll und ganz überzeugt, dass wir mit der Stiftung den richtigen Weg gegangen sind.

Die beiden Vorstandsmitglieder Jan Holze und Katharina Peranić haben am Dienstag (23.3.2021) in einem öffentlichen Fachgespräch die bisherige Arbeit der Stiftung vorgestellt und ich bin wirklich sehr beeindruckt, was sie schon geleistet haben.

Um in der Pandemie schnell einem breiteren Kreis von Interessierten etwas zu bieten, hatte die Stiftung im September ein erstes Förderprogramm aufgelegt, mit dem Vereine bei der Digitalisierung und Nachwuchsgewinnung sowie Strukturen im ländlichen Raum unterstützt werden. 12.500 Anträge sind eingegangen, 1.900 davon hat man bewilligen können. Die überwiegende Zahl der geförderten Projekte betraf den Bereich der Digitalisierung.

Aber die Stiftung strebt nicht an, lediglich zu einem weiteren Projektförderer neben zahlreichen anderen Organisationen zu werden, sondern hält, ihrem Zweck entsprechend, ein breites Angebot für ehrenamtlich Tätige und Vereine vor. Dazu hat sich die Stiftung eine dreiteilige Arbeitsstruktur aus den Bereichen Service, Kompetenzzentrum und Strukturstärkung gegeben, auf die jeweils ein Drittel des Budgets von 23 Millionen Euro entfallen.

Der Servicebereich unterstützt Vereine beispielsweise mithilfe von Onlineseminaren, sei es bei Haftungsfragen, dem Datenschutz oder dem Gemeinnützigkeitsrecht. Das Kompetenzzentrum dient mit Beratung und Veranstaltungen dem Austausch und der Vernetzung. Auf den besonderen Bedarf ländlicher und strukturschwacher Räume geht der Bereich Strukturstärkung ein.

Die vergangenen Monate wurden genutzt, um bundesweit Bekanntheit zu erlangen, die eigenen Strukturen aufzubauen sowie um bereits mit ersten Beratungsangeboten, Veranstaltungen und Förderungen zu starten. Die Stiftung hat es geschafft, 23 Millionen Haushaltsmittel in weniger als einem halben Jahr fast völlig zu verausgaben.

Sämtliche Angebote der Stiftung haben schnell Breitenwirkung erzielt. An den ersten vier angebotenen Seminaren haben insgesamt 1.400 Teilnehmer teilgenommen. Aber auch individuelle Beratung wurde nachgefragt.

 

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