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11.06.2021, 13:17 Uhr

Auszeichnung für Jüdische Gemeinde Frankfurt (Oder)

 

 Am 27. Mai hat die Jüdische Gemeinde Frankfurt (Oder) eine Auszeichnung vom Bündnis für Demokratie und Toleranz erhalten. Der Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ wird jährlich gegen Extremismus und Gewalt ausgeschrieben. Gewinner können einen Geldpreis in Höhe von bis zu 5.000 Euro bekommen.

Im Rahmen des Wettbewerbs wurden insgesamt 131 Vorschläge der Jahre 2019 und 2020 ausgewählt, darunter das Projekt „Aktionswoche gegen Antisemitismus 2019/2020“ in Frankfurt. Die Jüdische Gemeinde startete diese Initiative 2014. Seitdem wird sie durch die Stadtverwaltung sowie zahlreiche Kooperationspartner jedes Jahr unterstützt. Das Projekt ist ins Leben gerufen worden, um das jüdische Alltagsleben dem nichtjüdischen Teil der Gesellschaft näherzubringen sowie die Erinnerungskultur zu pflegen. Ein weiteres Ziel besteht darin, einen Raum für offenen Dialog zwischen unterschiedlichen Kulturen und Religionen in der Stadt zu schaffen und einen Beitrag zur besseren Integration zu leisten. 
 
Um diese Ziele umzusetzen, wurden im Rahmen der Aktionswoche verschiedene Veranstaltungen durchgeführt: ein Tag der offenen Tür, Treffen mit Schülern und Studierenden, Konzerte mit jüdischen Tanz- und Chorgruppen, ein offener Schabbat und Erinnerungsveranstaltungen. „Das Programm ist durch seine interessanten Veranstaltungen gut bekannt und zu einem Teil des städtischen interkulturellen Programmes geworden“, so die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Larissa Bergteil. 
 
Die Jüdische Gemeinde bietet seit Jahren einen Ort der Begegnung. Sie ist ein Vorbild für gemeinsames Eintreten und Zusammenstehen gegen Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und politischen Extremismus. Ihre Türen stehen immer offen für alle Menschen, die das Gespräch suchen und die sich für das Leben des traditionellen und modernen Judentums interessieren.  
 
 

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