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11.06.2021, 13:23 Uhr

Unterausschuss Bürgerschaftliches Engagement muss vollwertiger Ausschuss werden

 

Bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt ist umfassend und vielschichtig. Der Unterausschuss Bürgerschaftliches Engagement hat sich während der 19. Wahlperiode in insgesamt 32 interessanten und bereichernden Sitzungen vielen Aspekten von Engagement und Ehrenamt, ihren Perspektiven, Herausforderungen und politischen Anforderungen intensiv gewidmet. 
 
Grundidee des Unterausschusses ist es, dem bürgerschaftlichen Engagement „fortdauernde Aufmerksamkeit der Bundespolitik“ zuteilwerden zu lassen. Doch Dialog und Austausch allein reichen längst nicht, wenn aus artikuliertem Handlungsbedarf aus der Zivilgesellschaft keine politischen Lösungen erwachsen. 
 
Die Bürgerinnen und Bürger, die sich in erheblichem Umfang freiwillig und unentgeltlich für gesellschaftliche Belange einbringen, sind auf engagementfreundlichere Rahmenbedingungen angewiesen. Diese weiter mit konkreten Maßnahmen zu verbessern, darum muss es künftig verstärkt gehen. Aus Sicht der Mitglieder des Unterausschusses Bürgerschaftliches Engagement muss das Gremium daher aufgrund seiner immensen und ressortübergreifenden Bedeutung endlich zu einem ordentlichen, vollwertigen Ausschuss aufgewertet werden, der die Schwerpunktthemen bürgerschaftliches Engagement, Ehrenamt, Partizipation und Zivilgesellschaft zum Gegenstand hat. Zum einen, um größere Sichtbarkeit zu erlangen; zum anderen, um endlich mehr konkret bewegen zu können. 
 
Bürgerschaftliches Engagement ist ein Querschnittsthema, welches über den Zuständigkeitsbereich des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend weit hinausreicht. Viel zu oft sind bei Gesetzesvorhaben wichtige Aspekte des bürgerschaftlichen Engagements im parlamentarischen Verfahren gar nicht thematisiert oder nur eher beiläufig erörtert worden. Wir sollten dem vielfältigen bürgerschaftlichen Engagement und ehrenamtlichen Einsatz von Millionen Bürgerinnen und Bürgern endlich eine bündelnde Stimme im Bundestag geben – und zwar eine Stimme, die sowohl aktiv Initiativen anstößt, als auch eine Stimme, die im Parlament stets ausdrücklich berücksichtigt wird bei allen aktuellen Gesetzesvorhaben, die die Bereiche Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement betreffen.
 

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