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25.06.2021, 14:28 Uhr

Menschenrechtsverletzungen an den Uiguren untersuchen

 

Die Menschenrechtsverletzungen an den Uiguren durch das chinesische Regime sollen durch eine unabhängige Kommission der Vereinten Nationen untersucht werden. Zu diesem Ergebnis ist der Menschenrechtsausschuss des Deutschen Bundestages am Mittwoch (23.6.2021) in seiner letzten Sitzung fraktionsübergreifend mit Ausnahme der Partei Die Linke gekommen. 
 
Die Abgeordneten von Regierung und Opposition haben die zwangsweise Unterbringung uigurischer Menschen in sogenannten Umerziehungslagern in Xinjiang verurteilt. Dort werden die Uiguren systematisch ihrer Identität, Kultur, Sprache und Religion beraubt, wenn sie nicht freiwillig auf den Ausdruck ihrer nationalen Kultur in der Öffentlichkeit verzichten. Tausende von Uiguren gelang es nur durch Flucht, sich dieser Quasi-Inhaftierung, mit zumeist nachfolgender Zwangsarbeit, zu entziehen. Sie leben in aller Welt, getrennt von Familie und Heimat, und beklagen bitter das Vorgehen der chinesischen Regierung, das von mehreren Parlamenten inzwischen als Genozid bezeichnet worden ist. 
 
Als Berichterstatter für diese Region unterstütze ich diese Erklärung aus ganzem Herzen, bleibt sie auch ein ohnmächtiger Versuch, der chinesischen Regierung in ihrem menschenfeindlichen Verhalten Einhalt zu gebieten. 
 

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