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Neuigkeiten

25.06.2021, 14:34 Uhr

Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt

 

Mit der Errichtung der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt haben wir den vielen Engagierten den Weg ins Ehrenamt einfacher und leichter gemacht. Wir werden mit der Stiftung Strukturen verbessern, Hürden bei der Bürokratie abbauen, die Vernetzung untereinander ausbauen und die Anerkennung im Ehrenamt stärken. Jetzt werden neue, innovative und kluge Ideen zur Stärkung solchen Engagements benötigt. Die Stiftung für Engagement und Ehrenamt setzt hier zielgenau an. Mit ihr geben wir den vielen freiwillig Engagierten die gewünschte und notwendige Beratung sowie Begleitung, um so das Ehrenamt zu unterstützen und zu stabilisieren.
 
Dank des Jahressteuergesetzes 2020 gibt es für bürgerschaftliches Engagement umfangreiche Verbesserungen und Erleichterungen. So wurde der Katalog der gemeinnützigen Zwecke um „Klimaschutz“, „Freifunk“ (freies Funknetz) und „Ortsverschönerung“ erweitert. Weiterhin wurde die Bagatellgrenze, unterhalb derer keine steuerliche Gewinnermittlung für den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb erfolgen muss, von bisher 35.000 Euro auf 45.000 Euro angehoben. Das erweitert nicht nur den Handlungsspielraum im Engagementbereich, sondern leistet auch einen Beitrag zum Abbau der Bürokratie im Ehrenamt. Kleinere Organisationen, deren Einnahmen diese Grenze nicht übersteigen, dürfen zudem finanzielle Mittel künftig auch längerfristig ansparen, um ihre Zwecke zu verfolgen. Für sie wurde die Pflicht zur zeitnahen Verwendung ihrer Mittel aufgehoben. 
 
Erleichtert wurde die Kooperation zwischen gemeinnützigen Organisationen. Beim Bundeszentralamt für Steuern wird ein zentrales Zuwendungsempfängerregister ab dem 1. Januar 2024 eingeführt. Damit soll zukünftig Transparenz in der Gemeinnützigkeit herrschen. Potenzielle Spendengeber, also Bürgerinnen und Bürger, aber auch Unternehmen, sollen sich vor ihrer Spende darüber informieren können, für welche Zwecke sich ein Verein oder eine Organisation einsetzt. 
 
Sogenannte Feststellungsbescheide, mit denen grundsätzlich festgestellt wird, dass ein Verein oder eine Organisation die formellen Anforderungen hinsichtlich seiner Gemeinnützigkeit und für eine damit verbundene Steuerbegünstigung erfüllt, können künftig aufgehoben werden, wenn erkennbar ist, dass die betreffende Vereinigung tatsächlich nicht gemeinnützigkeitskonform agiert. So ist es z. B. möglich, extremistischen Organisationen die Möglichkeit zu nehmen, Spendenquittungen oder Bescheinigungen für gezahlte Mitgliedbeiträge auszustellen. Es gibt jedoch weiterhin keine explizite Regelung hinsichtlich der politischen Betätigung gemeinnütziger Organisationen. 

Übungsleiterfreibetrag
 
Der Übungsleiterfreibetrag wurde von 2.400 Euro auf 3.000 Euro und die Ehrenamtspauschale wurde von 720 Euro auf 840 Euro erhöht. Bei Zuwendungen bis zu einer Höhe von 300 Euro statt bisher 200 Euro ist nun ein vereinfachter Spendennachweis ist ausreichend. 
 

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