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Presseerklärungen

12.02.2021, 13:47 Uhr

Kindsmissbrauch nach Pekinger Art

 

Martin Patzelt, Mitglied des Menschenrechtsausschusses des Deutschen Bundestages, Berichterstatter für Südostasien, zu den neuen „Bildungsrichtlinien“ Pekings:
 
Die neuen sogenannten Bildungsrichtlinien des chinesischen Regimes sind eine ganz üble Form von Kindsmissbrauch. Wenn bereits Sechsjährige zu sogenannten Wächtern gegen „Sezession, Subversion, Terrorismus und die Gefährdung der nationalen Sicherheit durch fremde Länder und externe Elemente“ ausgebildet werden sollen, so erinnert das in erschreckender Weise an die Methoden, mit denen zwei frühere totalitäre Regimes in unserem Land versucht haben, Kin-der für ihre ideologischen Zwecke zu missbrauchen. Und leider ist es ihnen auch gelungen, Kin-dern im Namen einer höheren Aufgabe zum Ausspionieren der eigenen Familie zu bringen und so Zwietracht im Elternhaus zu säen.
 
Es liegt vollkommen klar auf der Hand, dass Peking sich hier ein neues Repressionsmittel ausge-dacht, um die Minderheiten der Uiguren und Tibeter weiter zu unterdrücken.
 

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